Lade Veranstaltungen

« Alle Veranstaltungen

  • Diese Veranstaltung hat bereits stattgefunden.

Abgesagt wegen Corona: Studien-Sesshin

12. März um 18:00 - 14. März um 16:30

Samstagvormittag und Sonntagnachmittag
– Dagmar Doko Waskönig
Meister Tozans Lehre von den Fünf Stufen (Goi) –
auf dem Weg des Erwachens

Wenn wir den Zen-Weg üben, ist es natürlich auch ganz wichtig, in rechter Weise mit den aufkommenden unheilsamen Gedanken und Gefühlen umgehen zu lernen. Dazu wird der Ehrw. Tenzin Peljor am Nachmittag etwas vortragen.

Nicht minder wichtig ist es jedoch, sich in einer grundsätzlichen Weise über das Wirken unseres Geistes , das Ineinander der Erfahrungen des Relativen und des Absoluten, wie es meist ausgedrückt wird, einige Klarheit zu verschaffen. Dies auch, indem wir nach innen schauen, verschiedene Ebenen des Geistesstromes wahrnehmen und einschätzen können.

In der Geschichte des Zen – insbesondere in der Soto-Tradition, aber nicht nur dort – spielt die Lehre von den Fünf Goi bis in die Gegenwart eine wichtige Rolle bei der Klärung der Lehrgrundlagen. Und die das Herz tief berührenden Verse von Meister Tozan (9. Jh.) mögen unter Umständen dazu motivieren, die eigenen Bemühungen auf dem Weg zu intensivieren und das Vertrauen in die wahre Natur unseres Geistes anwachsen zu lassen.

Samstagnachmittag
– Tenzin Peljor (Frankfurt/M.)
Das Umwandeln von Schwierigkeiten und Hindernissen in Liebe, Mitgefühl und Weisheit

Die gewöhnlich intuitive Reaktionsweise auf Hindernisse, Unerwünschtes, Leid oder Schmerz ist Aversion oder Ärger. Der Buddha beschreibt diese Reaktionsweise des unerwachten Weltlings, anhand einer Person, die mit zwei Pfeilen beschossen wird. Das Leid ist der erste „Pfeil“, der uns trifft und die geistige Reaktion verursacht zusätzliches dukkha [geistiges Leid]. Diesen zweiten „Pfeil“ schießen wir selbst ab, durch unsere geistigen Reaktion. Und so fügen wir dem Leid zusätzliches Leid hinzu, obwohl wir gar nicht noch mehr leiden wollen. Es gibt keinen guten Grund den zweiten „Pfeil“ abzuschießen, aber viele gute Gründe, uns von dieser leidhaften Reaktionsweise zu lösen, zu befreien.

Aversion oder Ärger entsteht oft aus (falscher) Erwartungshaltung oder Anhaftung. Diese diese Mechanismen nicht sehend und verstehend, bleiben wir im konflikthaften Spiel der aus Unwissenheit geborenen Abneigung und Anhaftung gefangen.

In der Mahayana-Geistesschulung übt man nicht nur, sich dieser Mechanismen bewusst zu werden und durch die Praxis der Geduld (kṣānti), die leidhafte mentale Reaktionsweise (den „zweiten Pfeil“), zu stoppen; sondern, auf der Praxis der Geduld aufbauend, macht man sich Leid, Hindernisse und Probleme zu nutze, um die Qualitäten von Liebe, Mitgefühl und Weisheit anwachsen zu lassen.

So heißt es bei Shantideva im Bodhicharyavatara:

„Was auch [an Widrigkeiten] kommen mag; meine Heiterkeit werde ich nicht erschüttern lassen.“ (6.09)

und

„Zudem hat das Leiden weitere Vorzüge: Die Ernüchterung vertreibt den Hochmut, und mit den Wesen im Kreislauf entsteht Mitgefühl. Vor schlechten Taten scheut man sich, und an heilsamen Handlungen entsteht Freude.“ (6.21)

In dieser Studieneinheit werden wir uns dem Unwandeln von Schwierigkeiten und Leid in geistiges Wachstum widmen. Neben Erklärungen, werden Meditationen angeleitet und es wird Raum für Diskussion geben.

Kursgebühr: 110 Euro
(inkl. Verpflegung und – falls gewünscht – Übernachtung)
Anmeldung für einzelne Vorträge möglich. In diesem Falle kann der Spendenbeitrag individuell vereinbart werden.

Anmeldung per Mail: Anmeldung
Fragen Sie gerne nach, wenn Sie Fragen bezüglich des Ablaufs oder der Modalitäten haben.

Details

Beginn:
12. März um 18:00
Ende:
14. März um 16:30

Veranstaltungsort

Zen Dojo Shobogendo
Vahrenwalder Straße 34
Hannover, 30165 Deutschland
+ Google Karte